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Leichter Rückgang bei Schwangerschaftsabbrüchen

Wiesbaden. 

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist nach einem zwischenzeitlichen Anstieg wieder leicht gesunken, liegt aber weiter bei mehr als 100.000.

Rund 101.000 Eingriffe wurden im vergangenen Jahr gemeldet, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies sei ein Rückgang um 0,2 Prozent. In Deutschland hatten sich jahrelang immer weniger Frauen für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden, 2017 war die Zahl dann erstmals wieder angestiegen.

Im vergangenen Jahr war mit 72 Prozent der Großteil der Frauen zwischen 18 und 34 Jahre alt. Acht Prozent waren den Angaben zufolge älter als 39 Jahre, drei Prozent noch nicht erwachsen. In den meisten Fällen (96 Prozent) ließen sich die Frauen innerhalb der ersten drei Monate von einer staatlich anerkannten Organisation beraten, um die Berechtigung für den Eingriff zu erhalten. In vier Prozent lagen medizinische Gründe vor, oder es handelte sich um eine Schwangerschaft nach einem Sexualdelikt.

Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant, rund 80 Prozent in gynäkologischen Praxen. Acht Prozent der Frauen fuhren dafür in ein anderes Bundesland, wie das Bundesamt mitteilte.

(dpa)
Artikel vom 27.02.2019, 12:46 Uhr (letzte Änderung 27.02.2019, 12:48 Uhr)

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